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Studie der MSU und Tipps in einer BAuA-Broschüre
11. März 2013
[ Michigan State University (MSU) ]
Die Situation kennt wohl jeder: Man arbeitet an der Lösung eines Problems, ist hochkonzentriert bei seiner Aufgabe, und ständig wird man kurz unterbrochen. Das Handy klingelt, ein Kollege hat eine wichtige Frage, der Chef braucht schnell eine Akte ...


EineStudie der Michigan State University (MSU)mit 300 Personen hat jetzt ergeben: Schon eine Unterbrechung von 3 Sekunden reicht aus, um die Fehlerquote bei der Erledigung einer einigermaßen anspruchsvollen Aufgabe zu verdoppeln! Kurze Unterbrechungen gibt es ständig,
doch die Folgen aufgrund von Fehlern bei der Arbeit können fatal sein. Erik Altmann, Psychologieprofessor an der MSU und Studienleiter, empfiehlt, eine störungsfreie Arbeitszone zu schaffen. Vor allem gilt laut Altmann die Devise: "Handy aus am Arbeitsplatz!" Doch nicht nur die Fehlerquote und damit die Unfallgefahr steigt, sondern auch der Stresspegel des betroffenen Mitarbeiters. Ständige Unterbrechungen können dauerhaft also sogar krank machen.
In der modernen Welt der Informationstechnologien sind Störungen und Unterbrechungen bei der Arbeit allerdings oft nicht zu vermeiden. Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA)gibt in der übersichtlich gestalteten Broschüre "Bitte nicht stören! Tipps zum Umgang mit Arbeitsunterbrechung und Multitasking" nützliche Hilfestellungen, definiert den Unterschied zwischen Arbeitsunterbrechung und Multitasking und weist auf unterschiedliche Handlungsoptionen hin.

Wie Sie ständige Unterbrechungen vermeiden können?
Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) weist in ihrem Magazin "Arbeit & Gesundheit" auf die Einführung einer Stillen Stunde hin, die klar kommuniziert und eingehalten werden sollte. In dieser Stunde gilt: Telefon umstellen, Handy aus, nicht benötigte PC-Programme und den Terminplaner schließen ... und sich vom guten Flow der ungestörten Arbeit treiben lassen ...

Quelle: Arbeitsschutzportal.ch